Traumatherapie für Jugendliche

Traumazentrierte Psychotherapie mit Jugendlichen

Durch große oder auch kleinere traumatische Lebensereignisse können sich auch bei Kindern und Jugendlichen posttraumatische Störungsbilder entwickeln. Dies kann zu gravierenden Beeinträchtigungen geistiger, körperlicher und psychosozialer Fähigkeiten führen und die Weiterentwicklung und Lebensgestaltung blockieren.

Kinder können traumatisiert werden, wenn z.B. die Eltern schwerwiegend psychisch belastet sind, wenn medizinische Komplikationen während der Schwangerschaft und Geburt auftreten, wenn sie vernachlässigt oder misshandelt werden, wenn ein Elternteil stirbt, wenn sie schwere Unfälle oder schmerzhafte Krankheiten haben, wenn sie schlimme Kriegserlebnisse hatten. Aber auch so genannte “kleine Traumata” wie starkes Erschrecken, der Verlust eines geliebten Haustieres oder Kränkungen und Bloßstellungen unter Kindern (Mobbing) und durch Lehrpersonen können nicht zu unterschätzende psychische Folgen haben.

Traumatisierte Jugendliche können durch impulsives, aggressives Verhalten auffallen, gegen andere, aber auch gegenüber sich selbst. Manche reagieren gerade gegenteilig, mit Rückzug und Abstumpfung. Wiederum andere greifen zu Alkohol oder illegalen Drogen. Schließlich verfallen auch manche Jugendliche bestimmten Ideologien, die eine identitätsstiftende oder haltgebende Funktion versprechen.

Folgende Symptome können auf unverarbeitete traumatische Erlebnisse hinweisen (sie können aber auch andere Ursachen haben) wie: Entwicklungsrückstände, auffälliges Spielverhalten, Wahrnehmungsstörungen, Hyperaktivität, Schlafstörungen, Alpträume, unbegründete Ängste, Verletzbarkeit, geringes Selbstwertgefühl, Depressionen, Reizbarkeit und Wutausbrüche, sexualisiertes Verhalten, Selbstverletzungen bis hin zu Suizidabsichten und dissoziative Zustände wie Konzentrationsstörungen, Schwankungen in den Schulleistungen, Vergesslichkeit, geistige Abwesenheit und ausgeprägtes Tagträumen, wiederkehrende Bilder, die an das Erlebte erinnern, Suchtverhalten.

Traumatische Erfahrungen können das Grundvertrauen in die Welt und die Fähigkeiten, die Herausforderungen des Lebens zu bewältigen, zerstören.

Erstes Ziel der Traumatherapie ist deshalb – neben der Information über das Entstehen posttraumatischer Symptome – der Vertrauensaufbau und die Stabilisierung. Es geht also darum, die innere Sicherheit wieder herzustellen und die Kontrolle über die psychischen Abläufe und das Vertrauen in die eigene Handlungskompetenz zurück zu gewinnen.

Erst in der zweiten Phase der Therapie werden die überflutenden traumatischen Erfahrungen bewusst und dosiert verarbeitet und integriert. Die wichtigsten Techniken der Traumabearbeitung, die ich nutze, sind hypnotherapeutisch-imaginative Verfahren, die Screentechnik, die EMDR-Therapie und bestimmte Methoden der handlungsbezogenen Psychodramatherapie.

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